"Der Teddy in der Tonne", Illustation: Ulrike Vater
"Mein Teddy war ein ganz lieber, netter Kerl, doch was er nachts trieb, war gar nicht lieb und nett: Er fraß sich durch die Speisekammer, durch den Kühlschrank und alle Kisten und Kästen, in denen etwas zu essen lag. Meine Eltern nahmen ihn mir weg und warfen ihn in die Tonne. Aber er befreite sich und fraß meine Eltern: Wenn der Teddy erst einmal fressen kann, dann kommt er natürlich auch ganz leicht wieder aus der Mülltonne raus, Herr Inspektor."
Meine Texte sind meistens etwas, sagen wir mal, seltsam, man sollte sie mit Humor nehmen, sonst geht es nicht. In der Regel sind es kürzere Texte, also Kurz-Prosa sozusagen. Mit der Sammlung "Blindgänger in Gottes Erlebnispark" habe ich - dem angeborenen Revierverhalten des Unterfranken gemäß - , eine ganze Literaturgattung aus der Taufe gehoben und für mich reserviert: die Keck-Fabel, kurz Kabel. Hier werden in fabelhafter Manier kurze Geschichten von Tieren, aber auch von Kühlschränken, Autos und anderen Daseinsformen erzählt, die in prägnanter Weise aufeinander losgelassen werden. Der Unterschied zur Fabel ist der Mangel an Moral.
Einen Roman habe ich auch mal verfasst: "Die Zeitflicker" (siehe Projekte). Als ich diesen Text schrieb, dachte ich, die Welt einigermaßen verstehen zu können. Ein törichter Gedanke, aber irgendwie süß, oder?