Buchcover "Molière auf deutsch", Revonnah-Verlag

Meine wissenschaftliche Karriere beschränkt sich im wesentlichen auf die Jahre 1988-1996, in denen ich zunächst als Wissenschaftliche Hilfskraft, dann als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Sonderforschungsbereich 309 "Die literarische Übersetzung" in Göttingen gearbeitet habe.

In dieser Zeit habe ich meine Doktorarbeit über die deutsche Baudelaire-Übersetzung (Der deutsche "Baudelaire", erschienen im Carl-Winter-Universitätsverlag Heidelberg) und eine Bibliographie deutscher Moliére-Übersetzungen (Molière auf deutsch, erschienen im Revonnah-Verlag Hannover) verfasst. Außerdem habe ich zahlreiche romanistische Aufsätze geschrieben, von denen die meisten in der Reihe "Göttinger Beiträge zur Internationalen Übersetzungsforschung" (Erich Schmidt Verlag) und in der Schriftenreihe Forum Modernes Theater (Gunter Narr Verlag) erschienen sind.

Übersetzungsforschung, Theatergeschichte und Lyrikanalyse sind die Felder, auf denen ich mich vorrangig wissenschaftlich getummelt habe. Eigentlich wollte ich auch noch habilitieren. Ich hatte sogar schon angefangen, eine Monografie zu schreiben. Thema war "Das Lachen über den Tod in der Literaturgeschichte" - ein altes Thema meines Professors Jürgen von Stackelberg. Leider gingen mir bei einem Computerabsturz nicht nur das Lachen, sondern auch mein Text sowie die Lust auf eine akademische Karriere verloren.

Die wissenschaftliche Grundbildung hilft mir aber bei meiner Arbeit als Journalist: Nachvollziehbarkeit, Objektivität und kritisches Hinterfragen von Sachverhalten sind Tugenden, die in der öffentlichen Kommunikation allgemein gültig sind. Na ja, jedenfalls wäre es schön, wenn's so wäre, oder?!