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Die Bewerbung", Foto: Stefan Müller-Naumann
Der Mensch braucht schließlich etwas Eigenes! Ich hätte da ein paar Ideen. Hier eine kleine Auswahl:
Mein Theater
In Gau-Odernheim, wo ich wohne, würde ich gerne ein kleines Theater aufbauen. Ich habe eine Scheune, die sich dafür eignen würde. Allerdings stimmt im Moment die Infrastruktur noch nicht ganz: Wenigstens elektrischer Strom wäre gut. Und auch sonst gibt es noch einigen, ähm, Handlungsbedarf. Wenn es aber irgendwo in Rheinhessen ein paar Unentwegte gibt, die ähnliche Gedanken hegen: Meldet euch mal, vielleicht können wir etwas auf die Beine stellen!
Mein Spielfilm
Eigentlich ist es ein Projekt meines Freundes Oliver Kachlicki, seines Zeichens Kameramann: Er würde gerne mal mein Theaterstück "Sindbads Visionen" verfilmen. Natürlich würde mir das Spaß machen (scharr).
Ich habe natürlich noch ein paar andere Ideen im Hinterkopf, zum Beispiel:
"Der Agent" ist eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. Es geht um einen russischen Geheimagenten, der auf den Namen Adolf Hitler hört.
"Die Story" ist eine Story über einen völlig ausgetickten Schriftsteller, der zwar unheimlich viel Lust hat, etwas Tolles zu schreiben, dem aber leider jegliche Idee fehlt. Deswegen entführt er einen Kriminellen, der ihm seine Geschichte erzählen soll. Mit viel Zeit und nicht ganz gewaltfreien Mitteln gelingt es ihm, sein Opfer zum Erzählen zu bringen. Die Story entpuppt sich als absoluter Bestseller-Stoff - mit Verbrechen, Sex, tiefgründigen Charakteren und irren Wendungen. Was der Autor allerdings nicht ahnt: Es ist alles erfunden. 1001 Nacht als moderner Krimi!
Mein Gedichtband
Ein paar meines Erachtens publikationsreife Manuskripte würde ich gerne an den Verlag bringen: Die Lyrik-Sammlung "Unreim" erzählt in kurzen, sehr pointierten Texten die tragikomische Geschichte von Rudi, der ein Leben lang an einem Gedicht für seine Liebste arbeitet und der. als er es endlich fertig hatte, erfährt, dass die Angebetete keine Reime mag.
Mein Roman
Der Roman "Die Zeitflicker" erzählt in 30 Kapiteln die abenteuerliche Geschichte des Strumpfmoden- und Damenunterwäschevertreters Friedrich Friedlich, dem bei einem Spaziergang die Landschaft abhanden kommt. Der Leser erfährt dabei viel über die Beschaffenheit des Universums. Ein Text für zeittheoretisch interessierte Menschen mit viel Galgenhumor.
Meine Literaturgattung
Die Sammlung "Blindgänger in Gottes Erlebnispark" besteht aus "Kabeln", einer neuen Literaturgattung, die der literarischen Öffentlichkeit nicht länger vorenthalten werden sollte. Zumal viele der Texte in fabelhafter Weise von der Kasseler Grafikerin Ulrike Vater illustriert wurden.
Meine Weltreise
Und dann würde ich auch gerne mal reisen. In Zeiten von Billigflug und Pauschaltourismus wage ich es, jemals weder in Amerika noch in Afrika, weder in Südostasien noch in Australien, weder in England oder Portugal, ja nicht einmal in Mecklenburg-Vorpommern gewesen zu sein. Da kann doch etwas mit mir nicht stimmen?!